Tagungen

Unsere Tagungen

Mit unseren Tagungen leisten wir einen Beitrag zur kollegialen und professionellen Fehlerkultur. Wir bieten damit ein offenes Forum für Austausch und Diskussion zum Thema „Grenzverletzungen in psychotherapeutischen Behandlungen“.

Die Tagung Was können wir aus Fehlern und Grenzverletzungen in der Psychotherapie lernen?“ (PDF) fand am 8. November 2014 in München statt und beschäftigte sich mit Folgetherapie, dem Umgang mit Machtmissbrauch in Institutionen und Grenzverletzungen in Aus- und Weiterbildung.

Presseerklärung und Veröffentlichungen zu diesem Thema:

Lesen Sie hier die Presseerklärung.

Veröffentlichung in: Deutsches Ärtzeblatt (01/2015) (1)

Veröffentlichung in: Deutsches Ärtzeblatt (01/2015) (2)

Veröffentlichung in: Bayerisches Ärtzeblatt (02/2015)

Unter dem Titel Jenseits von Sprachlosigkeit, Verurteilung und Ausstoßung“ (PDF) haben wir die Dynamik zwischen Opfern und Tätern und ihrer Umwelt mit Vorträgen von Frau Vera Kattermann und Diana Pflichthofer am 11. November 2017 in Frankfurt näher ausgeleuchtet.

Presseerklärung und Veröffentlichungen zu diesem Thema:

Lesen Sie hier die Presseerklärung.

Veröffentlichung in: Deutsches Ärtzeblatt (02/2018)

Veröffentlichung in: Deutsches Ärtzeblatt (01/2018)

Am 3. November 2018 fand in Frankfurt unter dem Titel: „Wege aus Grenzverletzungen – Informations- und Erfahrungsaustausch für Vertrauensleute und Mitglieder von Ethik- und Schiedskommissionen“ (PDF) die 3. Tagung des Ethikvereins statt. In einem offenen Diskurs wurden die unterschiedlichen Perspektiven von Opfern, Beschuldigten, Ausbildungskandidaten, Instituten, Verbänden und Vertrauenspersonen, Schiedskommissionen und Bystandern tiefer ausgeleuchtet. Mit einem interaktiven Tagungskonzept wurden neue Möglichkeiten zum Umgang mit Grenzverletzungen entwickelt.

Die Ergebnisse der Tagung werden von den Teilnehmern als auch im Ethikverein weiter diskutiert und im kommenden Jahr veröffentlicht.

Die Konzeption der Tagung wurde freundlicherweise von „initio“ (www.organisationsberatung.net) begleitet.
Die Tagung anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Ethikvereins fand am 14. September 2019 in Berlin in der International Psychoanalytic University Berlin statt unter dem Thema „Patientenbeschwerden – was  wir aus ihnen lernen können“ statt. Die Referate von Prof. Yvonne Nestoriuc, Dr. Thomas Charlier, Detlev Achhammer, Richter a.D., Prof. Bernhard Strauss, Prof. Eckhard Frick, Dr. Dietrich Munz und Dr. Andrea Schleu zur Fehlerkultur, Risiken und Nebenwirkungen, Patientenaufklärung, Beratungsarbeit, juristischen Folgen, Verstrickungen in Behandlungen und dem Missbrauch von Vertrauen in Behandlungen wurden unter der Moderation von Dr. Jürgen Thorwart mit dem Publikum in offener kollegialer Atmosphäre diskutiert (PDF).
Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt (PDF).

Am 7. November 2020 fand die Tagung zur Thematik: „Institutioneller Umgang mit Grenzverletzungen. Aufarbeitung und Prävention“ als Online-Konferenz statt. Mit den Referenten Prof. Jens Brachmann, Rostock und Dr. Werner Tschan aus der Schweiz wurden die institutionellen Charakteristika beleuchtet, die für die Betroffenen oftmals einem Kampf gegen Windmühlen gleichen. Patient*innen begegnen bei Beschwerdeversuchen undurchdringlichem Schweigen und Unglauben, Bagatellisieren und Verleugnung, Desinformation und Entmutigung, Vertuschung und Schuldzuweisungen, Einschüchterung, Beschämung und Nicht-Reaktion. Sie begegnen der Verteidigungslinie und dem Selbsterhaltungstrieb der angefragten Institution. Dabei zählt die Glaubwürdigkeit der Institution scheinbar viel mehr als die der Patient*in. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Missbrauchsvorfälle im pädagogischen Bereich, hier insbesondere an der Odenwaldschule, führte zu der Frage, welche Ansätze für den Bereich der Psychotherapie hilfreich sein könnten. Diese Frage wurde mit dem Referat mit Werner Tschan sowie in Breakout-Sessions vertieft nachgegangen (Flyer PDF).

Am 9. Oktober 2021 fand in Frankfurt die Jahrestagung unter dem Thema „Aus Beschwerden lernen – eine Fehlerkultur entwickeln“ statt. Erstmals konnte in diesem Rahmen Frau Klassmann als eine betroffene Patientin über ihre verletzenden Erfahrungen unter dem Titel „Ein Angriff auf den ganzen Menschen“ berichten und die aus ihrer Perspektive notwendigen Konsequenzen aufzeigen. Die aktuellen Entwicklungen in den Beratungen des Ethikvereins und erste Daten der vom Ethikverein angestoßenen Repräsentativerhebung in Kooperation mit Prof. Bernhard Strauß, Jena zu Grenzverletzungen in der Psychotherapie wurden von Andrea Schleu referiert. Neben einer eingehenden Diskussion wurde die Auseinandersetzung mit der Thematik durch affektives Lernen in einem Großgruppenrollenspiel weiterentwickelt.

Die Jahrestagung 2022 fand am 8. Oktober in München statt zum Thema  „Machtmissbrauch in der Psychotherapie – Verbreitung und institutionelle Prozesse“ Die institutionellen Prozesse im Zusammenhang von Machtmissbrauch wurden in den Beiträgen von Pater Klaus Mertes über die Aufarbeitungsprozesse in kirchlichen Kontexten und durch die Aufarbeitung im AKJP Heidelberg nach den jahrelangen, multiplen Abstinenzverletzungen und Fällen von sexuellem Missbrauch (Dill, Caspri) dargestellt und später in Kleingruppen diskutiert. Die Parallelen in den institutionellen Abwehrdynamiken in beiden Kontexten wurden augenfällig. Insbesondere die Verleugnung, Bagatellisierung, Nicht-Wahrnehmung von Betroffenen und die potentielle Wiederholung des Missbrauchs von Betroffenen in Aufarbeitungsprozessen wurden eingehend dargestellt und diskutiert. Prof. Bernhard Strauß stellte anschließend die Ergebnisse der Repräsentativerhebung bei Psychotherapie-erfahrenen Patient*innen dar. Es zeigt sich, dass neben den anteilig in geringem Maße auftretenden gravierenden Abstinenzverletzungen (1-2%) deutlich häufiger andere Nebenwirkungen und Störungen der psychotherapeutischen Behandlungsbeziehung von Patienten berichtet werden, die weitere Bemühungen um eine Verbesserung der psychotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten erfordern. (Flyer PDF)

Bilder zu den Tagungen